Strom und Wärme aus dem Keller:
Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKWs) etablieren sich immer mehr als kostensparende und umweltschonende Alternative zur konventionellen Energieversorgung. Die kompakten, anschlussfertigen Anlagen erzeugen auf hocheffiziente Weise Strom und Wärme und stellen aufgrund der daraus resultierenden, beträchtlichen Einsparungen ein sehr interessantes, neues Geschäftsfeld für das Fachhandwerk dar.
Auch von Seiten der Politik werden die kleinen Kraftwerke massiv unterstützt. Zwei neue Förderungen machen den Einstieg ins Mini-BHKW Geschäft besonders interessant:
Investitionszuschuss bis zu 50% der Gerätekosten
Im Rahmen des Impulsprogramms für kleine Kraft-Wärme-Kopplung werden die Anlagen mit einem nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss gefördert. Die genaue Förderhöhe wird dabei anhand der elektrischen Leistung der Anlage ermittelt. Im Falle des ecopower Mini-BHKWs mit 4,7 kWel erhalten Sie bis zu 7.212,50 Euro. Dieser Betrag wird ab 5.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr gewährt – bei geringerer Auslastung ein entsprechend anteiliger Zuschuss.
Bis zu 2.100 € höhere Stromvergütung im Jahr
Seit dem 1. Januar 2009 wird der KWK-Bonus von 5,11 ct/kWh für den gesamten selbst erzeugten Strom gewährt - und nicht mehr wie bisher nur für die ins Netz eingespeiste Strommenge. Diese zusätzliche Förderung wurde im neuen Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) festgeschrieben und gilt für 10 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage. Hiervon profitieren vor allem Kunden, die einen Großteil des selbst erzeugten Strom auch selbst nutzen.
Um eine möglichst hohe Auslastung und damit auch eine hohe Stromproduktion zu erreichen, werden die kleinen Kraftwerke in der Regel zusammen mit einem Spitzenlastkessel betrieben. Leistungsmodulierende Mini-BHKWs passen sich dabei stufenlos an den Wärmebedarf an, wodurch ein vorzeitiges Abschalten des Gerätes aufgrund einer zu geringen Leistungsanforderung verhindert wird.
Obwohl sich die Mini-BHKW-Technik von der eines Gas-Heizkessels unterscheidet, ist die Installation trotzdem ein klarer Fall für das SHK-Fachhandwerk. Aufstellung und Anschlussarbeiten erfolgen genau wie bei einem Gas-Brennwertgerät: Der Anschluss an das Stromnetz kann von jedem Elektrofachmann problemlos durchgeführt werden.
Funktionsweise eines Mini-BHKWs

Das einem Mini-BHKW zu Grunde liegende Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ist denkbar einfach: Ein speziell entwickelter Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Dieser wandelt die mechanische Energie des Motors in elektrische Energie um. Die während des Prozesses freigesetzte Wärme wird über einen Plattenwärmetauscher ausgekoppelt und zur Heizung und Warmwasserbereitung genutzt. Die optimierte Nutzung der Abgaswärme trägt hierbei zur hohen Geräteeffizienz bei. Mini-BHKWs verwerten die eingesetzte Energie auf diese Weise doppelt und der zusätzlich zur Heizenergie produzierte Strom kann direkt im Objekt genutzt oder gegen eine staatlich festgelegte Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.